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Abteilung Versorgungstechnik

Anlagenmechaniker/-in Industrie

Aufgaben und Tätigkeiten

Anlagenmechaniker/-in Industrie

Die Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerinnen Industrie arbeiten überwiegend

  •  in den Wasserversorgungs- und Entwässerungsbetrieben der Städte und Gemeinden,
  •  in Kraftwerken,
  • bei Energieversorgern,
  • Kesselherstellern,
  • der chemischen Industrie.

Sie erstellen und warten Rohrsysteme und Leitungsnetze, Behälter, Klima- und Kesselanlagen, sind aber ebenfalls in anderen metallverarbeitenden Betrieben bis hin zum Schiffsbau beschäftigt. Für diese Tätigkeiten beschaffen sie sich die notwendigen Informationen aus Konstruktionszeichnungen, Betriebsanleitungen und Herstellerunterlagen.

Sie bereiten Halbzeuge wie Bleche, Rohre und Profile durch Anreißen, Trennen, Biegen, Richten usw. vor und verbinden Einzelteile durch Schweißen, Löten, Schrauben und Nieten zu funktionsfähigen Baugruppen. Dabei achten sie auf energiesparende und umweltschonende Verfahren ebenso, wie auf die notwendigen Schutzmaßnahmen gegenüber sich selbst und anderen Personen.

Neben der Herstellung neuer Komponenten, kontrollieren, warten und reparieren Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerinnen bestehende Systeme indem z. B. Armaturen überprüft und ausgetauscht, Korrosionsschutzmaßnahmen erneuert und verbessert oder Fremdkörper und Leckagen aufgespürt und beseitigt werden.

Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerinnen arbeiten häufig im Team. Wichtig sind daher die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, die Fähigkeit sich sprachlich ausdrücken zu können und die Achtung des anderen. Sie sollten aber auch in der Lage sein, selbstständig oder in Absprache Entscheidungen zu treffen. Der notwendige Überblick über das technische Zusammenwirken einzelner Systemkomponenten ist dafür Voraussetzung.
 
In der Grundausbildung, die mit einer Zwischenprüfung (die als Teil 1 der Abschlussprüfung gewertet wird) nach ca. 21 Monaten abschließt, werden berufsfeldbreit metalltechnische Inhalte vermittelt.

Hierzu zählen:

  • Aufbau und Eigenschaften der Metalle
  • Aufbau und Eigenschaften der Kunststoffe
  • Grundlagen der Prüftechnik
  • Grundlagen des Biegens
  • Bohren, Fräsen
  • Kosten von Werkzeug- und Materialeinsatz
  • Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen und Arbeitsplänen
  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Schrauben, Löten und Schweißen

Prüfung Teil 1 im 2. Ausbildungsjahr

  • Komplexe Arbeitsaufgabe
  • Situatives Gespräch
  • Schriftliche Aufgabenstellung

In der Fachausbildung werden bis zur Abschlussprüfung die Grundlagen vertieft und darüber hinaus versorgungstechnische Problemstellungen in den Vordergrund gerückt.

Dies sind unter anderem:

  • Auswahl von Rohrleitungsmaterialen
  • Verbindungstechniken von Rohren
  • Strömungstechnische Grundlagen
  • Begriffe der Wärmetechnik
  • Funktion von Anlagen aus der Wasser-, Gas- und Wärmetechnik
  • Fehleranalyse an versorgungstechnischen Anlagen
  • Wartungspläne für versorgungstechnische Anlagen
  • Steuer- und Regelkreise beeinflussen.

Prüfung Teil 2 am Ende der Ausbildung.

  • Arbeitsauftrag
  • Auftrags- und Funktionsanalyse
  • Fertigungstechnik
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

 Die Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre und wird als duale Berufsausbildung mit den Lernorten Betrieb und Schule durchgeführt.

Die theoretischen Inhalte werden den Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres an 2 Berufsschultagen und den Auszubildenden der zweiten bis vierten Ausbildungsjahre jeweils an einem Berufsschultag an der BBS 3 der Region Hannover vermittelt.

Mit Berufsschulabschluss und Berufsabschluss können Sekundarabschluss I - Hauptschule / - Realschule oder der Erweiterte Sekundarabschluss I erreicht werden.


Unterrichtstermine

  • zu den Blockplänen

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Unterrichtsform

2 Tage im 1. Ausbildungsjahr
1 Tag im 2. - 4. Ausbildungsjahr

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